Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten in Deutschland um 4,24 Prozent. Das hat die Deutsche Rentenversicherung am 5. März 2026 offiziell bestätigt. Die Anpassung gilt einheitlich in allen Bundesländern, da die Unterscheidung zwischen Ost- und Westrenten seit 2024 entfallen ist.
Was die Erhöhung konkret bedeutet
Der aktuelle Rentenwert steigt von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Dieser Wert bestimmt, wie viel ein Entgeltpunkt bei der monatlichen Rente wert ist. Wer beispielsweise 40 Entgeltpunkte gesammelt hat, erhält künftig eine monatliche Bruttorente von 1.700,80 Euro statt bisher 1.631,60 Euro. Das entspricht einem Plus von rund 69 Euro im Monat.
Rentenniveau bleibt bei 48 Prozent
Das Rentenniveau, also das Verhältnis der Standardrente zum Durchschnittseinkommen, ist gesetzlich bei mindestens 48 Prozent gesichert. Diese sogenannte Haltelinie wurde bis 2031 verlängert. Sie stellt sicher, dass die Renten nicht unter diese Untergrenze im Verhältnis zu den Löhnen fallen.
Besteuerung der Rente
Neurentner des Jahrgangs 2026 müssen 84 Prozent ihrer Bruttorente versteuern. Der verbleibende Rentenfreibetrag von 16 Prozent wird bei Renteneintritt einmalig festgelegt und bleibt dann für die gesamte Rentenbezugsdauer bestehen. Bestandsrentner behalten ihren individuell festgelegten Freibetrag unverändert.
Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei 12.348 Euro. Erst wenn das zu versteuernde Einkommen diesen Betrag übersteigt, fällt tatsächlich Einkommensteuer an. Viele Rentnerinnen und Rentner mit niedrigen bis mittleren Renten bleiben daher weiterhin steuerfrei.

